Teilkasko oder Vollkasko: Was passt zu deinem Auto?

Haftpflicht ist Pflicht – doch beim Kasko­schutz hast du die Wahl. Reicht eine Teilkasko oder brauchst du eine Vollkasko? Die Antwort hängt von deinem Auto, deinem Geldbeutel und deiner Schaden­frei­heits­klasse ab. Wir zeigen dir als unabhängige Versi­che­rungs­makler die Unter­schiede, typische Faust­regeln und die Punkte, die in vielen Vergleichen unter­gehen.

KI-generiert
ab hier reicht oft Teilkasko
0 Jahre
grobe Grenze für Vollkasko
0 €
Rückstufung bei Teilkasko
0

Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko – kurz erklärt

Kfz-Haftpflicht

Gesetzlich vorge­schrieben. Zahlt Schäden, die du mit deinem Auto anderen zufügst – nicht aber Schäden am eigenen Fahrzeug.

Teilkasko

Freiwillige Ergänzung. Zahlt Schäden am eigenen Auto durch äußere Einflüsse wie Diebstahl, Unwetter, Glasbruch oder Wildunfall.

Vollkasko

Der Komplett­schutz. Enthält immer die Teilkasko und zahlt zusätzlich selbst verschuldete Unfälle und Vanda­lismus.

Was zahlt die Teilkasko?

Die Teilkasko springt ein, wenn dein Auto durch Ereig­nisse beschädigt wird, auf die du keinen Einfluss hast. Typischer­weise sind das:

Was zahlt die Vollkasko zusätzlich?

Die Vollkasko enthält alle Leistungen der Teilkasko. Zusätzlich übernimmt sie:

Vergleichstabelle: Leistungen von Teilkasko und Vollkasko

Wann lohnt sich die Vollkasko?

Neuwagen und junge Autos

In den ersten Jahren verliert ein Auto stark an Wert. Gerade bei Neuwagen und jungen Gebrauchten ist Vollkasko meist sinnvoll.

Leasing und Finan­zierung

Leasing­geber und Banken verlangen oft eine Vollkasko. Bei Leasing ist zusätzlich eine GAP-Deckung wichtig.

Wenig finan­zi­elles Polster

Wenn du einen Total­schaden nicht selbst stemmen könntest, aber auf das Auto angewiesen bist, schützt dich die Vollkasko.

Wann reicht die Teilkasko?

Ältere Fahrzeuge

Als Faust­regel gilt: Ist das Auto älter als etwa fünf Jahre, reicht oft eine Teilkasko.

Gerin­gerer Fahrzeugwert

Liegt der Wert unter etwa 8.000 Euro, lohnt sich die Vollkasko häufig nicht mehr.

Rücklagen vorhanden

Kannst du kleinere Unfall­schäden selbst bezahlen, sparst du mit der Teilkasko Beitrag.

Entscheidungshilfe: Welche Kasko passt zu deinem Auto?

Überra­schung: Vollkasko kann günstiger sein als Teilkasko

Das klingt paradox, kommt aber vor. Den Schaden­frei­heits­rabatt gibt es nur in der Vollkasko, nicht in der Teilkasko. Wer seit vielen Jahren unfallfrei fährt und eine hohe SF-Klasse hat, zahlt für die Vollkasko deshalb manchmal kaum mehr – im Einzelfall sogar weniger – als für eine Teilkasko. Hinzu kommt: Die Typklassen für Teil- und Vollkasko werden getrennt ermittelt und können sich deutlich unter­scheiden.

Deshalb solltest du nicht nach Bauch­gefühl auf Teilkasko umstellen, sondern beide Varianten konkret vergleichen. Genau das machen wir für dich.

Darauf achten wir als Makler beim Kasko-Vergleich

Teilkasko ist nicht gleich Teilkasko. Die Unter­schiede zwischen den Tarifen sind oft größer als der Unter­schied im Preis. Wir prüfen unter anderem:

Kleinen Vollkasko-Schaden lieber selbst zahlen?

Nach einem Vollkasko-Schaden wirst du zurück­ge­stuft. Bei kleineren Schäden kann es sich deshalb lohnen, die Kosten selbst zu tragen. Viele Versi­cherer bieten an, einen bereits regulierten Schaden innerhalb einer bestimmten Frist zurück­zu­kaufen – du erstattest den Betrag und behältst deine SF-Klasse. Ob sich das rechnet, hängt von der Schadenhöhe und deinem Beitrag ab. Melde dich im Schadenfall einfach bei uns, wir rechnen es mit dir durch.

Häufige Fragen zu Teilkasko und Vollkasko

Nein. Die Vollkasko enthält immer die Leistungen der Teilkasko. Eine Teilkasko kannst du dagegen auch ohne Vollkasko abschließen.

Ja. In der Regel geht das zum Ablauf des Versi­che­rungs­jahres, manche Versi­cherer erlauben die Umstellung auch zwischen­durch. Wichtig: Deine in der Vollkasko erfahrene Schaden­frei­heits­klasse wird bei vielen Versi­cherern gespei­chert, falls du später wieder in die Vollkasko wechselst.

Bei Fahrten unter Alkohol- oder Drogen­ein­fluss kann der Versi­cherer die Leistung kürzen oder ganz verweigern. Vorsätzlich verur­sachte Schäden sind nie versi­chert.

Der wichtigste Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versi­cherung ist der 30. November. Mehr dazu liest du in unserem Ratgeber Kfz-Versi­cherung wechseln.

Für dich entstehen in der Regel keine zusätz­lichen Kosten. Wir werden von den Versi­cherern vergütet – diese Vergütung ist bereits im Beitrag enthalten.

Über den Autor

Versi­che­rungs­makler und Geschäfts­führer der BK-Maklerbüro GmbH in Hannover-Linden. Er ist seit rund 20 Jahren in der Versi­che­rungs­branche tätig und vergleicht für Privat­kunden, Familien und Selbst­ständige in Hannover und der Region unabhängig Tarife.

Teilkasko oder Vollkasko? Wir rechnen es für dich durch

Schick uns deinen Versi­che­rungs­schein – am einfachsten über die Simplr-App. Wir vergleichen beide Varianten und sagen dir ehrlich, was sich für dein Auto lohnt.

Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber gibt einen allge­meinen Überblick und ersetzt keine indivi­duelle Beratung. Maßgeblich sind die Bedin­gungen deines Vertrags. Die Faust­regeln zu Fahrzeug­alter und ‑wert dienen nur der Orien­tierung.

Quellen:
Faust­regeln Fahrzeug­alter und ‑wert: Finanztip
Unter­schiede Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko: ADAC
Rückstufung nach Kasko-Schaden: Check24
Bilder: KI-generierte Illus­tra­tionen